Eine schillernde Persönlichkeit
Aschenpacher 1790

Graf Hieronymus Maria Joseph von Lodron (1766–1823)

Helmut Fertin
Kalvarienbergkirche mit der dahinterliegenden Familiengruft der Grafen Lodron. Bei Hieronymus von Lodron handelt es sich um den Familienvater der dort zur Ruhe gelegten Familienmitglieder. Errichtet hat diese sein Sohn Constantin (1806–1880) – aus Anlass des Ablebens seiner ältesten Schwester Julia († 1840). Ein Jahr später trägt er dort seine Mutter zu Grabe, die an ihrem 75. Geburtstag in Wien stirbt. Foto: Anton Fritz, Stadtarchiv Gmünd.

Am 7. September 1823 verstirbt der gräfliche Familienvorstand Hieronymus von Lodron in Wien.1 Er hinterlässt seine Witwe Cäcilia, vier Töchter und den 17-jährigen Sohn und damit Haupterben Constantin. Bisher lässt sich seine Grabstätte nicht auffinden, weder in Salzburg noch in Wien. Wer den Weg zur Gmünder Lodron’schen Familiengruft hinter der Kalvarienberg-Kapelle findet, steht vor seiner Familie.

Nichts erinnert dort an ihn. Der Übergang der Fideikommiss-Inhaberschaft von Hieronymus auf seinen Sohn Constantin wird in den Unterlagen des Gmünder Chronisten Dechant Broll mit 1825 datiert, obwohl Hieronymus bereits 1823 verstorben war. Was war passiert?

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