Helmut Pfeifhofer – ein Ehrenring-Träger im Porsche-Fieber
Reinhard Kager, Millstatt

Helmut Pfeifhofer – ein Ehrenring-Träger im Porsche-Fieber

Der heute 86-jährige Gmünder Ehrenringträger Helmut Pfeifhofer zählt zu den wenigen, noch lebenden Zeugen dieser Zeitspanne, als sich die Ahnen der heutigen Porsche-Dynastie mit ihrem Unternehmen für wenige Jahre auf der Karnerau niederließen (November 1944–Anfang 1951). Prof. Ferdinand Porsche samt seinem gleichnamigen Sohn, genannt Ferry, zogen mit ihrem Konstruktionsbüro hinter die Fassade einer unverdächtigen Holzfabrik ein. Damals war Helmut Pfeifhofer ein Bub mit gerade sechseinhalb Jahren. Dass nicht nur der allererste Porscheflitzer, sondern mit ihm auch der erste glühende Porsche-Fan überhaupt aus Gmünd stammt, das erzählt die nun folgende Geschichte aus dem Stadtarchiv! Sie transportiert nicht nur die Seele des heutigen Porsche-Museums, es ist auch ein Beitrag zur Kärntner Nachkriegsgeschichte in der Region Lieser-/ Maltatal. Jeder Anfang besitzt einen ganz besonderen Zauber – und verzaubert hat es den in Gmünd heranwachsenden Unternehmersohn Helmut aus der Eigentümerfamilie der Wollwarenfabrik Pfeifhofer in der Unteren Vorstadt von Beginn an.

Reinhard Kager, Millstatt
Helmut Pfeifhofer: „Ich bekam früher Gänsehaut, wenn ich einen Porsche nur gesehen habe.“

Das Leben ist bezaubernd.
Man muss es nur durch die richtige Windschutzscheibe sehen.

Unbekannt

Ein Gespräch, das sich nicht um Porsche dreht,
ist in zehn Minuten erledigt …

Elisabeth Pfeifhofer

Als sich noch vor Ende des zweiten Weltkriegs das in der Region bisher völlig unbekannte Unternehmen niederließ, war die Bevölkerung unvorbereitet. Zu Beginn beobachteten die Gmünder den Einzug der unbekannten Leute mit Argwohn. Fremde hatten es schwer. Die Distanz blieb auf Gegenseitigkeit. Wie sollte auch die Bevölkerung Gmünds verstehen, wie es einer Familie erging, die im persönlichen Visier der Siegermächte war? Sofort nach Kriegsende hatte Prof. Porsche eine Ehrenwache, er konnte sich nicht mehr frei bewegen. Acht Monate nach Einzug ihres Unternehmens in Gmünd, im Juli 1945, kam der Haftbefehl der Amerikaner. Vater Porsche musste nach Frankfurt. Nach Abschluss der Untersuchungen konnte er jedoch unbehelligt wieder gehen. Sein außergewöhnlich technisches Know-how hatte aber auch die Begehrlichkeit der Siegermacht Frankreich geweckt. Der Friede im Hause Porsche sollte erst Jahre später einkehren. Doch das steht hier nicht weiter im Mittelpunkt … Wir bleiben in Gmünd.

In der Nachkriegszeit war der Mangel überall zu spüren. Rundherum grassierte die Armut. Plötzlich kamen Leute, die in der Lage waren, das Wenige, was da war, aufzukaufen. Anfangs wusste niemand genau, was da sonst noch hinter der Umzäunung geschah. Es war eine Welt abseits der einheimischen Bevölkerung. Hinter vorgehaltener Hand sprach sich herum, dass dieser Betrieb eine eigene Telefonnummer habe, während alle anderen Nummern über das Amt liefen. Das „Fräulein vom Telefonamt“ war die spätere Sozialreferentin Gmünds, Frau Gröber. Sogar eine eigene Feuerwehr hatten sie – und ihr eigenes Schirennen, abseits des regionalen Schivereins, das war aber dann schon etwas später … Jeden Sonntag fuhr der Chauffeur die Familie zur Kirche. Diese wohnte in der Porsche-Siedlung in Gries, die die Hausnummern 11 bis 27 umfasste. Die meisten Häuser waren für zwei Parteien angelegt, mit gesonderten Eingängen. Die Porsches wohnten in Haus Nr. 11, das erste Haus auf der linken Seite der alten Porsche-Siedlung. Gegenüber wohnte sein Chauffeur Goldinger.

Mit wachsender Betriebsamkeit vergrößerte sich der Lärm Richtung dem Werk auf dem Feld hinter der Stadt. Als die Sportwagen-Produktion startete, rollten die holzgasbetriebenen LKWs an, sie kamen aus der Steiermark und brachten Holzrohlinge. Da drängten sich bereits zwanzig Konstrukteure in den kleinen Holzbaracken. An die dreihundert Mitarbeiter brachte man sowohl im Maltatal als auch in Gmünd unter. Helmut Pfeifhofer erinnerte sich: „Ich war zehn Jahre alt nach dem Krieg. Uns haben die Kinder der Porsche-Leute leidgetan. Wenn wir draußen gespielt haben, saßen sie auf der Terrasse und haben gelernt.“ Obwohl auch er mit den Söhnen der Konstrukteure in die Schule ging, kam kein näherer Kontakt zu diesen, so ganz anderen Kindern zustande. Dass der Großvater in Frankreich gefangen war und sich sein Sohn Ferry damals mit höchster Konzentration um das Aufbringen der immensen Lösegeldsumme bemühte, konnten die Kinder in der Schule weder ahnen noch nachvollziehen …

Im heranwachsenden Buben Helmut kribbelten diese Geheimnisse, die sich da hinter dem hölzernen Pförtnerhaus versteckten. Die Milchkanne seiner Mutter war das Alibi – immer wieder schlich er sich zum dortigen Ziehbrunnen: „Zum Wasser-Holen“, meinte er zum Pförtner. Dieser drückte stets ein Auge zu, er kannte die Leidenschaft des Buben … Der eine oder andere Blick in die Autofertigung fesselte ihn. Durch die Fenster der Büros blieb auch die Faszination der technischen Konstruktion auf diesen dicht aneinander gedrängten Zeichenbrettern unergründlich. „High-Tech aus dem Holzschuppen“, lachte Helmut Pfeifhofer später. Schon die Mitarbeiter nannten ihren Arbeitsplatz in den Holzbaracken scherzhaft die „vereinigten Hüttenwerke“ … 

Anfang 1951 – innerhalb weniger Tage – verschwand der ganze Spuk nach Stuttgart Zuffenhausen. Dort produziert nun das Unternehmen Porsche seit nunmehr 76 Jahren. Diese kurz aufblitzenden Jahre der Sportwagenproduktion in der Karnerau (Juni 1948–Anfang 1951) stellen rechnerisch nur an die drei Prozent der gesamten bisherigen Produktionsdauer. Eine unwesentliche Zeitspanne, möchte man meinen. Doch es ist die Geburt einer märchenhaften Erfolgsgeschichte: ein kleiner Schritt für den Erfinder, doch ein gewaltiger Sprung für das Unternehmen! Der URPORSCHE Nr. 1 in Form des Roadsters 356 aus Gmünd, wurde in Klagenfurt am 8. Juni 1948 zugelassen. Die weltweite Fangemeinde bewahrt sich sogar das Aktenzeichen der Erstzulassung dieser Einzelgenehmigung: Prüfnummer 4328, Ziffer 28–30/48. Jede seiner Kopien kostete damals 69.000 Schilling. Legendär unter Porsche-Fans ist auch K 45-286 als Kennzeichen dieser Nr. 1. Ein zweites, in Stuttgart bewahrtes K 45-400 zählt ebenfalls dazu. Könige, Großindustrielle und Hollywood-Legenden gehörten schon in den ersten Jahren zu den Kunden. Seit 2009 thront diese, für Gmünd komplett kostenlose Werbung in der Ruhmeshalle der heute milliardenschweren Aktiengesellschaft. Gleich den Helden der Antike umbaut man diese Kultobjekte mit einem spektakulären Bau, ganz in gleißendem Weiß gehalten. Bereits im Vorwege hatten Markenspezialisten, die Besten der Besten, die Automarke zu einem Mythos geformt. Die eingeschworene Fangemeinde träumt den „Traum vom perfekten Sportwagen“.

Reinhard Kager, Millstatt
1982 hieß es: Antiquitäten raus – Porsche rein. Ein einziges Gmünder Original ist nach Hause zurückgekehrt.
O-Ton Helmut Pfeifhofer: „Das waren Genies, in 90 Stunden eine Karosserie geschweißt, da hat man keine Naht gesehen, nichts!

Auch in Gmünd steht noch ein Original aus dieser ersten Zeit. Das Coupé mit der Fahrgestellnummer 356 0020 wechselte vor mehr als 40 Jahren in den Besitz der Familie Pfeifhofer und ist bis heute ihr ganzer Stolz. Vorher stand dieser 0020er verlassen in einem Hinterhof im Bundesland Vorarlberg. Mit V 1.617 trug er noch sein Originalkennzeichen. Er ist weitestgehend original. „Wir haben die handgedengelte Aluminiumkarosserie entlackt, aber mehr haben wir nicht angegriffen“, so Helmut Pfeifhofer. 2022 ergab eine kriminalistische Analyse des Materials, dass dieser Porsche-356-Alu im unangetasteten Originalzustand ist.

Porsche – das ist nicht bloß ein Auto, als Marke verkörpert sie ein Prinzip. Die Marke Porsche steht im jährlichen Prüfstand der größten Marken der Welt ganz vorne dabei. Laut „Best Global Brands 2023“ beträgt der Markenwert Porsches – nicht der Firmenwert (!) – derzeit rund 16,2 Milliarden US-Dollar, laut „Brand Finance“ liegt er mit 35,4 Mrd. Euro auf Platz sechs. Mit einem weltweiten Bekanntheitsgrad von über 95% steht bereits der Name selbst für das Außergewöhnliche … Diese Zahlen spielen in der kleinen Stadt Oberkärntens keine Rolle, der große NAME schon. Denn ohne diesen wäre weder eine (ehemalige) „Porschestadt“ Gmünd noch ein Porsche Automuseum denkbar … Aus der Sicht der auf dem ganzen Planeten verteilten Porsche-Liebhaber ist es das Auto vom Ende der Welt. Sein Geburtsort Gmünd in Kärnten bildet die Grundlage für diesen Ehrenring, den Helmut Pfeifhofer zu seinem 80. Geburtstag erhält. Vor nunmehr 59 Jahren entfaltet sich die Keimzelle seines Porsche Automuseums als Besuchermagnet – ebenfalls mit einem unscheinbaren ersten Schritt eines Porschekaufs in 1965, der seine Bedeutung für die Stadt erst 17 Jahre später entfalten wird.

Der geschäftstüchtige Unternehmersohn Helmut entschied sich dazu, hauptberuflich mit Antiquitäten zu handeln. Seine Ehefrau Elisabeth betrieb noch eine Trachtenstube am Hauptplatz. Damals begab sich der nunmehr 27-jährige Antiquitätenhändler Pfeifhofer auf die Suche nach einem Oldtimer. Im vorarlbergischen Dornbirn war der Besitzer eines roten Porsche-Coupes nicht mehr in der Lage, die noch offenen Raten an seine Werkstatt zu bezahlen. Im Nachhinein gesehen ein glücklicher Zufall für Gmünd, denn der von Pfeifhofer geplante Kauf eines VW Karmann-Ghia stand bereits kurz vor dem Abschluss.

Sammlung Siegfried Lagger
Helmut Pfeifhofer im Ambiente der Anfänge des Porsche Automuseum Gmünd
Foto aus der Sammlung Siegfried Lagger

Zunächst überstieg der Ankaufswert für diesen neu entdeckten Porsche 356 die Finanzierungsmöglichkeiten des jungen Mannes. Da griff der Vater unter die Arme. Als sein Sohn aber mit diesem roten Sportflitzer auf seinem Hof auftauchte, wurde er dann doch zunächst rasch unter einer Plane versteckt. Die „Was-werden-jetzt-die-Leute-reden“-Sorge war nicht unbegründet. Ein derartiges Statussymbol während dieser Jahre, wo man gerade erst begonnen hatte, die Armut der Nachkriegsjahre abzuschütteln, löste unvermeidlich Reaktionen aus … Der nunmehr stolze Porsche-Besitzer infizierte sich zum zweiten Mal mit dem Porsche-Virus. „Ein Faible für Porsche ist keine Kopf-, sondern eine Bauchgeschichte“, so Pfeifhofer in einem Interview. Wer sich einen Traum verwirklicht, ist auch bereit, auf vieles andere zu verzichten.

Schritt für Schritt folgten die nächsten Oldtimer. Jeder freie Schilling galt der Ersparnis für einen nächsten stillgelegten Wagen mit Stil und Potential. Die Bastelarbeiten an den Autos, die für andere Schrott waren, machten sich am Platzbedarf bemerkbar. 1976, elf Jahre später, kaufte die Familie die ehemaligen Stallungen der Grafen von Lodron. Man plante ihre Verwendung als Ausstellungsgebäude, kein Kapitaleinsatz ohne Rückfluss. Die Renovierung erfolgte in Eigenregie. Ob nun die Heimat oder die Oldtimer im Mittelpunkt stehen sollten, darüber war sich der Antiquitätenhändler selbst nicht ganz schlüssig. Schlussendlich meinte seine geschäftstüchtige Frau zu ihm: „Mach doch ein Porsche-Museum!“. Rechnungen über 420.000 Schilling und sechs Jahre lang jede freie Minute Arbeitskraft folgten dieser Entscheidung. Leicht war der Aufbau des Museums nicht, erinnert sich Pfeifhofer: „Ich habe immer die volle Unterstützung meiner Familie gehabt. Ich möchte die Zeit nicht missen.

Reinhard Kager, Millstatt
Das Porsche-Museum Gmünd bleibt bis heute eine Art Denkmal für etliche Porschefahrer aus aller Welt, eine Pilgerstätte der Fangemeinde.
www.auto-museum.at

Am 18. Mai 1982 eröffnet das Porsche Automuseum im sogenannten Marhof in Gmünd, Riesertratte Nr. 4. Bis in seine 30er Jahre hinein hätte der an einem 18. Mai geborene Helmut nicht einmal im Traum daran gedacht, eines Tages ein Gmünder Automuseum zu eröffnen. Im Stadtarchiv Gmünd liegt der Entwurf für die Ansprache bei der Museums-Eröffnung. Dort heißt es, dass sich Helmut Pfeifhofer zu seinem 44. Geburtstag ein Geburtstagsgeschenk gemacht habe.

In dieser Geschenkspackung lagen die unterschiedlichsten Überraschungen, die der Museumsgründer und seine Frau erst Stück für Stück auspacken sollten. Die größte blieb ihre Lebenszeit: das Museum entwickelte sich zu ihrer beider ganzjährigen Aufenthaltsort. Bis sie sich ihren Ruhestand gönnten, blieb es täglich durchgehend geöffnet. Die schönste Überraschung war wohl der Erfolg: „Gerechnet haben wir mit 15.000 Besuchern jährlich. Geworden sind es im ersten Jahr schon knapp 40.000“, so Pfeifhofer. Die enttäuschendste war sicherlich die Reaktion aus Stuttgart, als bald nach der Museumseröffnung eine Klage auf Unterlassung ins Haus flatterte. Die Porsche-Zentrale in Stuttgart zog ihre Zusage auf Führung des Namens Porsche-Museum zurück, da sich unter den Porscheautos auch andere Oldtimer mischten. Auch diese Hürde wurde gemeistert. Nach zehnjähriger Bestandszeit als Porsche Automuseum Pfeifhofer in Gmünd vereinbarte die Stuttgarter Unternehmensführung eine Kooperation mit ihrem eigenen Museumsbestand. Auf der nunmehrigen Museumsstraße treffen jedes Jahr Modelle mit Oldtimer-Status aus Stuttgart Zuffenhausen in Gmünd ein. Die Sonderausstellungen wurden zum Dauer-Abo. 1998 erhielt das Museum das Kärntner Museumsgütesiegel. Es war dasselbe Jahr, in dem der Erfinder dieses weltweit verehrten Sportwagens, Ferry Porsche, starb … In seinen letzten Lebensjahren besuchte er noch ein letztes Mal Gmünd. In den ersten Stock des Museums kam er nicht mehr, jedoch erkundigte er sich sehr aufmerksam bei der Familie, ob sich der Kontakt in die deutsche Zentrale wohl klaglos gestalte, so Elisabeth Pfeifhofer.

Reinhard Kager, Millstatt
Es überleben so manche Anekdoten im Hause Pfeifhofer, wie diejenige über einen Japaner, der nach seiner Porschefahrt von etwa 13.000 km von Japan bis nach Gmünd im ehemaligen Pförtnerhaus emotional vollkommen überwältigt auf die Knie fiel.

Auf der Karnerau verblieb inmitten von neuen Gewerbeansiedlungen das ehemalige Pförtnerhaus als einziges, noch bestehendes Gebäude der Gmünder Porscheproduktion. 1987 plante die Gemeinde, es mit dem Bagger wegzuräumen. Das schmerzte die Seele des Porsche-Liebhabers … nur mit großem persönlichen und finanziellen Aufwand konnte das Haus renoviert, erweitert und schließlich aus dem Gemeindeeigentum übernommen werden.

Reinhard Kager, Millstatt
Bereits nach den ersten zehn Jahren zählt das Museum seinen 500.000 Besucher, im Jahr 2000 rundeten sie sich auf eine Million. Diese kommen aus der ganzen Welt: Europa, den USA, Südamerika, Asien und Australien.

Mit 15 Ausstellungsstücken begann das erste private Porsche Automuseum Europas. In der Fangemeinde eilt dem Gründer des ersten privaten Porsche-Museums sein Ruf als wandelndes Porsche-Lexikon voraus.Als der Vater sein Lebenswerk an seinen Sohn Christoph übergab, hatte sich die Anzahl der kostbaren Objekte der Bewunderung verdreifacht. „Die Anfangsjahre waren schwer verdient. Die gesamte Familie hat dafür viel zurückgesteckt“, so Pfeifhofer.

Erst mit den Jahren machte sich dieses Engagement bezahlt. Seine treue Begeisterung fand ihren Widerhall in den diversen Porsche-Clubs. Wenn diese Autos auch als Museums-Pferde auf ihrer exquisiten Ausstellungswiese landen, so sind sie trotzdem allesamt fahrtüchtig. Die Unternehmerfamilie steckte ihre Gewinne konsequent stets auch in den Ausbau des Unternehmens.

Als eines von mehreren Stützpfeilern der touristischen Ausrichtung der Stadt Gmünd bleibt das Porsche Automuseum Gmünd bis heute eine Art Mekka der weltweiten Porsche-Fans. Das Familienprojekt bringt bis zum Corona-Problem jährlich an die 76.000 Besucher (!) nach Gmünd. 2022 veranstaltete der Porsche Club Verband Österreich eine Sternfahrt zum 40 Jahre Jubiläum des Porsche Museums Helmut Pfeifhofer in Gmünd in Österreich. Die Porsche-Fangemeinde wählte auch 2023, zum 75-jährigen Jubiläum des ersten Porsches, Gmünd als Endpunkt ihrer Sternfahrt. Wer jemals bewusst die Schlange diverser Oldtimer-Fahrten beobachtet hat und wer in der Lage ist, diese rechnerisch zu bewerten, der muss feststellen, dass eigentlich keine einzige, unternehmerbewusste Stadt an einer derartigen Kaufkraft achtlos vorbeigehen kann. Eine derartige Zielgruppe benötigt ihre ganz besondere Infrastruktur. Alles ist eine Frage des Bewusstseins … Neid war gestern … und ist ohnehin nur die am niedrigsten schwingende Form von Anerkennung.

Schon in den frühen Interviews mit Helmut Pfeifhofer entdeckt man stets ein „Wir“, ein respektvolles, öffentliches Dankeschön an seine Ehefrau und Geschäftspartnerin. In ihrem gemeinsamen Projekt liegt ihrer beider voller Arbeitseinsatz und die Energie einiger ihrer Lebensjahrzehnte. 2018, zu seinem 80. Geburtstag, überreicht auch die Stadtgemeinde Gmünd ihren Dank an Helmut Pfeifhofer in Form eines Ehrenrings.

Quellen

10 Porsche Clubs in Österreich: porsche-clubs.com. URL: https://cms.porsche-clubs.com/PorscheClubs/pc_oesterreich/pc_main.nsf/web/CF038A8BE663E306C125726F006EE3E6 (05.05.2023).

Alexander Arnholm: Herbstausfahrt im Zeichen von 75 Jahre Porsche. In: news room Media Center der Porsche Holding Salzburg. 21.11.2023. URL: https://www.porscheholding-newsroom.at/stories/porsche/herbstausfahrt-im-zeichen-von-75-jahren-porsche (05.05.2023).

Brunner, Karl: Im Bann der Marke Porsche. Familie Pfeifhofer, Gmünd. In: Oberkärntner Volltreffer, Rubrik Chronik. 4. Mai 2020.

Dr. Strache, Wolf / Schrader, Halwart: 100 Jahre Porsche im Spiegel der Zeitgeschichte. Herausgeber: Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG, Stuttgart. Bechtle Druck: Neckar 1975.

Drechsel, Ulf-Brün: Deutsche Markenwerte triumphieren auf den Top Plätzen in Europa, Schweizer Marken am stärksten. In: Brand Finance.com vom 04. Oktober 2023. URL: https://brandfinance.com/press-releases/deutsche-markenwerte-triumphieren-auf-den-top-platzen-in-europa-schweizer-marken-am-starksten (05.05.2023).

Fürweger, Wolfgang: Die PS-Dynastie. Verlag Carl Ueberreuter: 2015. URL: https://books.google.at/books?id=qYt3DwAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false (05.05.2023).

Grötschnig, Heinz: Frisierte Käfer. In: Kleine Zeitung vom 7. Juli 1998, Life & Style, extra Blatt, S. 16f. Stadtarchiv Gmünd: Schachtel 24, Persönlichkeiten – „Pfeifhofer/Porsche-Museum“.

Horst, Walter: Faszination Familienfeier: 60 Jahre Porsche. In: Christophorus 332. Porsche Magazin. Pdf-Datei unter 60 Jahre porsche.com (30.04.2024).

kaernten.orf.at: Ein Leben für den Porsche. 29.05.2018. URL: https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2914176/ (05.05.2023).

Kari, Nicole: Im Namen von Porsche. Helmut Pfeifhofer, der Gründer des Porsche Museums in Gmünd, wird 80 Jahre alt. In: Kleine Zeitung Kärnten. 06. Mai 2018. URL: https://www.pressreader.com/austria/kleine-zeitung-kaernten/20180506/281522226716728 (05.05.2023).

Karin Riess / Didi Hubmann / Roland Scharf: Das Auto vom Ende der Welt. Kleine Zeitung Steiermark vom 13. Juli 2018. URL: https://www.kleinezeitung.at/auto/5441015/Aus-der-ersten-Serie_Das-Auto-vom-Ende-der-Welt (05.05.2023).

Katholnig, Leonie / Quedritsch, Laura: In Gmünd wurde 1948 der erste Porsche produziert. In: Kleine Zeitung Oberkärnten. 24. August 2023.

Kleine Zeitung: Kärnten Live 1992. Magazin zur Freizeit, S. 22. Archivalie des Stadtarchivs Gmünd. Schachtel 24, Persönlichkeiten „Pfeifhofer/Porschemuseum“.

Ludvigsen, Karl: Porsche – Usprung einer Marke. Verlag Delius Klasing: Bielefeld 2014.

Manuskript Eröffnungsrede: Archivalie Stadtarchiv Gmünd. Schachtel 24, w. o.

Niedermüller, Verena: 17 neue Gesichter für das Porschemuseum. Mein Bezirk.at vom 04. 04. 2018. URL: meinbezirk.at (05.05.2023).

Nöhrer, Gerhard: Es begann in Gmünd. In: Kleine Zeitung Steiermark vom 23. Februar 2018. URL: https://www.pressreader.com/austria/kleine-zeitung-steiermark/20180223/282467119377405 (05.05.2023).

Novak, Philipp: Eine Reise im Rückwärtsgang zur Wiege von Porsche. In: Kleine Zeitung, 20. Juni 2016. Stadtarchiv Gmünd: Schachtel 24 w. o. URL: https://www.kleinezeitung.at/kaernten/oberkaernten/4596083/Kaernten_Historische-Reise-zur-Wiege-von-Porsche (05.05.2023).

Nüssel, Frank: Porsche-Juwelen in privater Hand. Ein Besuch im Porschemuseum Gmünd von Helmut Pfeifhofer. https://newsroom.kues.de/2010/06/07/porsche-juwelen-in-privater-hand/ (30.04.2023).

Porsche Club Events: Archiv 2022 09 – Sternfahrt 40 Jahre Porsche Museum Pfeifhofer in Gmünd. URL: http://www.porsche-club-verband.at/PorscheClubs/pc_oesterreich/pc_main.nsf/web/509F02E1ED7F9027C12588CB0035D245 (05.05.2023).

Rachor, Lena: Best Global Brands 2023: Porsche mit starkem Wachstum beim Markenwert. In: newsroom, Medienportal von Porsche am 21.11.2023. URL: https://newsroom.porsche.com/de/2023/unternehmen/porsche-best-global-brands-2023-interbrand-34426.html (05.05.2023).

Ridder, Klaus: 75 Jahre Porsche – wertvolle automobile Raritäten im privaten Porsche Automuseum Gmünd. In: motorjournalist.de vom 12. Juni 2023. URL: https://motorjournalist.de/2023/06/75-jahre-porsche-wertvolle-automobile-raritaeten-im-privaten-porsche-automuseum-gmuend/ (05.05.2023).

Rothauer, Regina: Er schuf das Mekka für Porsche-Fans. Kleine Zeitung 18. Mai 2008, S. 22. Stadtarchiv Gmünd: Raum 1, Schachtel 24, „Persönlichkeiten“.

Stiens, Rita: Ferdinand Piech – Der Auto-Macher. Verlag Gabler: Wiesbaden 1999.

Tangerner, Hanna: PS-Bolide der Polizei im Porsche Museum Gmünd. In: Spittaler 17/07, S. 36f. Stadtarchiv Gmünd: Raum 1, Schachtel 24, „Persönlichkeiten“.

Tausende „alte“ PS.: woche.at vom 16. September 2009, WAL. Stadtarchiv Gmünd: w. o.

Ulbing, Adolf: Die Geburt einer Legende. Geschichten aus Kärnten. In: Krone. Reportage. 8. Juni 1998, S. 18f. Stadtarchiv Gmünd, Schachtel 24, w. o.

Zeillinger, Kurt: Auf Porsches Spuren. In: oeamtc.at. Juni 2018. URL: https://www.oeamtc.at/autotouring/reise/auf-porsches-spuren-25807642 (05.05.2023).

Autor

Zitieren als

Bitte zitieren Sie diesen Eintrag wie folgt.

Ulrike Mengeú: Helmut Pfeifhofer – ein Ehrenring-Träger im Porsche-Fieber. In: Aus Gmünds vergangenen Tagen, Publikationen Stadtarchiv Gmünd in Kärnten, Mai 2024. Online: ark:/65325/d600mx.

Lizenz

Der Inhalt dieses Beitrags ist unter der folgenden Lizenz verfügbar.

c
Alle Rechte vorbehalten