Die Große Gieß – das Hochwasser von 1903
Reinhard Kager, Millstatt

Stadtnachrichten-Beitrag aus April 2003
Nachveröffentlichung: 26. April 2026
Ergänzungen und Neubebilderung: Ulrike Mengeu

Das Hochwasser vom 13./14. September 1903 war seit Menschengedenken sicher die größte Naturkatastrophe, die Gmünd und unsere engere Heimat – bis hinein in das damals noch zu Kärnten gehörende Kanaltal – betroffen hat. Die vier Wochen zuvor hielt sich bis zum «Kleinen Frauentag» (8. September) hindurch sehr schönes, trockenes Wetter. In den nächsten Tagen kam es aber zu einem Wettersturz mit starken Regenfällen in den Tälern und massenhaftem Schneefall im Hochgebirge bis tief unter die Waldgrenze. Die erwartete Aufheiterung durch den Nordwind trat leider nicht ein. Im Gegenteil! Unter stets heftiger werdenden Regengüssen begann auf den Höhen ein warmer Südwind zu wehen, der in der Nacht vom 13. auf den 14. September, einem Sonntag, den Neuschnee durch den nun einsetzenden Regen in wenigen Stunden hinwegschmolz, so Oberlehrer Klocker in der Schulchronik. Es regnete fast ununterbrochen und schwere Gewitter folgten einander mit unheimlicher Schnelligkeit. Die Tragik dieser Wetterkapriolen gipfelte in bergsturzartigen Muren vor der Klause ins untere Maltatal – hinter dem sogenannten „Blauen Tumpf“.

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Dreihundert Jahre: Die Grafen von Lodron in Gmünd
Ulrike Mengeu

Stadtnachrichten-Beitrag aus April 2009
Nachveröffentlichung: 23. April 2026
Aktualisierung und Neubebilderung: Ulrike Mengeu

1639 erhielt Wolf Dietrich (II.), Sohn und Erbe von Hans Rudolf von Raitenau (Pfandherr von Gmünd von 1601–1633), die kaiserliche Genehmigung, die Herrschaft Gmünd an die Grafen von Lodron zu verkaufen. Da Wolf Dietrich (II.) kurz darauf verstarb, vollzog seine Mutter, Gräfin Maria Sidonia von Raitenau, als Testamentsvollstreckerin den Verkauf. Mit den beiden unmündigen Enkelkindern, für die sie gemeinsam mit Fürsterzbischof Paris Lodron die Vormundschaft übernommen hatte, übersiedelte sie ins Schloss Mirabell nach Salzburg.

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Vor 30 Jahren
Sammlung Herbert Wagner

2025: VOR FÜNFZIG JAHREN
Stadtnachrichten Oktober 2005

1975 war in der Geschichte des Lieser- und Maltatales sicherlich eines der ereignisreichsten Jahre! Die Arbeiten zum Bau der Kölnbreinsperre mit der Kraftwerksgruppe Malta und der Tauernautobahn (A10) waren zu dieser Zeit schon voll im Gange. Diese Jahrhundertbauwerke brachten nachhaltige Veränderungen im Landschaftsbild unserer beiden Täler. Über 3000 Arbeiter aus allen Sparten erbrachten unter mancherlei Gefahren und oft unter sehr schwierigen Umständen erstaunliche Leistungen! Sie schufen Wunderwerke der Technik, die auch unsere heutige Wirtschaft nachhaltig beleben!
 

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