Dreihundert Jahre: Die Grafen von Lodron in Gmünd
Ulrike Mengeu

Stadtnachrichten-Beitrag aus April 2009
Nachveröffentlichung: 23. April 2026
Aktualisierung und Neubebilderung: Ulrike Mengeu

1639 erhielt Wolf Dietrich (II.), Sohn und Erbe von Hans Rudolf von Raitenau (Pfandherr von Gmünd von 1601–1633), die kaiserliche Genehmigung, die Herrschaft Gmünd an die Grafen von Lodron zu verkaufen. Da Wolf Dietrich (II.) kurz darauf verstarb, vollzog seine Mutter, Gräfin Maria Sidonia von Raitenau, als Testamentsvollstreckerin den Verkauf. Mit den beiden unmündigen Enkelkindern, für die sie gemeinsam mit Fürsterzbischof Paris Lodron die Vormundschaft übernommen hatte, übersiedelte sie ins Schloss Mirabell nach Salzburg.

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Pongratzen: Kirche, Stadttor und Legende
© Reinhard Kager, Millstatt

Pankratius zählt zu den vierzehn Nothelfern und gehört zu den Eisheiligen. In Altbayern verbreitete sich die Pankratiusverehrung bereits in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts über den Missionar Bonifatius. Der Enkel Karls des Großen, der spätere Kaiser Arnulf von Kärnten, vermehrte die Pankratius-Verehrung in seinem Reich. Der Papst rief ihn um Hilfe, um die Stadt aus unerwünschten Händen zu befreien. Arnulf kam diesem Ruf nach und siegte 896 n. Chr. Seiner Überzeugung nach gelang ihm dieser militärische Erfolg nur mit Hilfe des Hl. Pankratius, denn am Vorabend dieser Aktion richtete sich sein Gebet an ihn. Mit den Siegesfeiern verband sich die Krönung zum römisch-deutschen Kaiser. Arnulf brachte Pankratius-Reliquien aus Rom. Seither diente dieser Heilige im gesamten Reich als Patron von Ritter und Adel.

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