Eine Grenze, ein locus und eine gruone Leiten
Stubeckmanderl

Die vorletzte Folge aus der Artikelreihe über Flurnamen richtet den Blick weiterhin auf den nördlichen Teil der Stadtgemeinde Gmünd, jenseits der Lieser. Westlich der Malta nimmt die Gemeindefläche einen Streifen vom Hattenberg mit bis vor die Ortschaft Saps. Dort legt sich die Grenze in die Malta und mäandert flussaufwärts bis vor den Ortseingang von Fischertratten. Noch vor der ersten Brücke steigt sie aus dem Wasser, spaziert über die Wiese Richtung Landesstraße und biegt dort rechts ab. In Richtung Süden fährt sie wieder bis vor die Siedlung Grünleiten zurück, umschließt diese wie das Dach eines Hauses und klettert anschließend im Zickzack den Krainberg hinauf. In der Folge wandert sie entlang der Kuppe der Ecken weiter hinauf.

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Lax-Hube: Von zu wenig Ertrag und den Laichzügen der Seeforelle
Ulrike Mengeú

Mit dem Namen Lax verbinden sich in Gmünd ganz spezielle Aspekte. Diese begründen sich in der Gmünder Bürgerfamilie Lax, die ihren Wohnsitz im Lax-Haus am Hauptplatz hatte. So ist es in mehrfacher Hinsicht wert, sich diesem Namen zu widmen und den Hintergrund zu entdecken. Je tiefer man in dieses Wort taucht, umso deutlicher wird seine Vielfältigkeit. Das woerterbuchnetz.de zeigt sein Bedeutungsspektrum. Die Auslegung erstreckt sich vom Fisch bis hin zu einer Geländeformung durch Wasser und wandelt sich mit dem mundartlichen lax zu einem vollkommen anderen Sinn. In Kärnten ist seine Verwendung eng mit dem Element Wasser und den wandernden Fischen verbunden. Das Grundwort Lachs für den zum Zwecke des Laichens flussaufwärts schwimmenden Fisch zeigt sich in den alten Sprachen nahe dem romanischen Wasserwort lacus. Für die nördlichen Sprachfamilien, aus der Heimat des Lachses, belegt sich ein laxey/læx, für das Slawische ein *losós und im Althochdeutschen landet es als lahs, mit dem in Kärnten auch die Seeforelle bezeichnet wurde. Auf diese sprachliche Besonderheit des Kärntner Lax‘n verweist bereits das alte Grimm’sche Wörterbuch. Welcher Sprachfamilie dieses uralte Kärntner Wort Lax’n letztendlich entstammt, ist hier nicht Thema. In der Vergangenheit wanderten jedenfalls etliche Sprachen durch die Region.

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