Lax-Hube: Über den Namen LAX und die Laichzüge der Millstätter Seeforellen
von Ulrike Mengeú
Mit dem Namen Lax verbinden sich in Gmünd ganz spezielle Aspekte. Diese begründen sich in der Gmünder Bürgerfamilie Lax, die ihren Wohnsitz im Lax-Haus am Hauptplatz hatte. So ist es in mehrfacher Hinsicht wert, sich diesem Namen zu widmen und den Hintergrund zu entdecken. Je tiefer man in dieses Wort taucht, umso deutlicher wird seine Vielfältigkeit. Das woerterbuchnetz.de zeigt die ganze Vielfalt seiner Bedeutung. Die Auslegung erstreckt sich vom Fisch bis hin zu einer Geländeformung durch Wasser und kann sich als mundartliches lax zu einem vollkommen anderen Sinn wandeln …
In Kärnten ist seine Verwendung eng mit dem Element Wasser und den wandernden Fischen verbunden. Das Grundwort Lachs für den zum Zwecke des Laichens flussaufwärts schwimmenden Fisch zeigt sich in den alten Sprachen nahe dem romanischen Wasserwort lacus. Für die nördlichen Sprachfamilien, aus der Heimat des Lachses, belegt sich ein laxey/læx, für das Slawische ein *losós und im Althochdeutschen landet es als lahs, mit dem in Kärnten auch die Seeforelle bezeichnet wurde. Auf diese sprachliche Besonderheit der Kärntner Lax‘n verweist bereits das alte Grimm’sche Wörterbuch. Welcher Sprachfamilie dieses uralte Kärntner Wort Lax’n letztendlich entstammt, ist hier nicht Thema. In der Vergangenheit wanderten jedenfalls etliche Sprachen durch die Region.
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Namen als Geschichtsquelle – Ein Archiv in der Landschaft
von Ulrike Mengeú
Die folgende Artikelserie der Stadtnachrichten Gmünd beschäftigt sich in elf Folgen mit Namen der Stadtgemeinde Gmünd. Diese Wörter übermitteln als lebendige Sprachzeugnisse jahrhunderte-, in speziellen Fällen sogar jahrtausendealten Klang der Landschaft. Dass die Namenkunde mit vielfältigen Aspekten zur Regionalgeschichte beitragen kann, wird in dieser vorangestellten Einleitung behandelt.
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Fortsetzung der Geschichte Gmünds nach der Chronik der Volksschule
von Anton Fritz
Artikel aus August 2019
Am 18. September 1848, um 1/2 12 Uhr mittags, wenige Tage nach dem damaligen Ende des Schuljahres, starb der Lehrer, Messner und Organist Vincenz Schwarz an Verblutung infolge eiternder Gefäße. „Er wurde am 26. November 1795 geboren, war der Sohn des hiesigen Messners und Hausbesitzers Nr. 37. Er absolvierte im Jahre 1815 den pädagogischen Lehrkurs in Villach mit ausgezeichnetem Erfolg und wirkte durch volle 33 Jahre als Lehrer, Messner und Organist in Gmünd.“
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Josephinisches Flurbuch der Gemeinde Gmünd
von Anton Fritz
Beitrag aus April 2019
Vor zwei Jahren habe ich als Nachtrag zum Vortrag von Hofrat Dr. Ogris das Josephinische Flurbuch „Puchreit“ im Kärntner Landesarchiv bearbeitet und die Familiennamen der Besitzer, ihre Vulgarnamen und den jeweiligen Besitzstand aufgeschrieben. Dieses Mal sollen wegen der großen Nachfrage bezüglich der Besitzverhältnisse in Gmünd/Hauptplatz die betreffenden Aufzeichnungen im Josephinischen Flurbuch (abgeschlossen 1787) gebracht werden. Die Eintragungen erfolgten in Gehrichtung der Kommission, die damals bestehenden Hausnummern wurden angemerkt, stimmen aber nicht immer mit den heutigen überein. Ich schreibe das auch mit der Hoffnung auf möglichst viele Rückmeldungen – sicher gibt es in einzelnen Häusern noch Unterlagen, mit denen nicht nur die Veränderungen des Besitzstandes, sondern auch die verschiedenen Bewohner der Häuser erfasst werden könnten. Im Flurbuch ist ja nur der aktuelle Hausbesitzer angemerkt.
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Heinrich Hermann, Texte zu Joseph Wagners Ansichten aus Kärnten
von Anton Fritz
Artikel aus November 2018
Nach der in der letzten Stadtzeitung vorgestellten Geschichte Gmünds aus der Sicht eines Schulleiters soll diesmal die Geschichte aus der Sicht eines Priesters und Historikers erzählt werden, der auch in Gmünd tätig war.
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„Geschichte des Ortes“ nach der Chronik der Volksschule Gmünd
von Anton Fritz
Beitrag aus Juli 2018
Die Entstehung Gmünds hat ihre Sage. Sie lautet: Die ganze Gegend um Gmünd war ein tiefer See, der einerseits über die Kremsbrücke bis nahe an Rauchenkatsch und auf der anderen Seite weit in das Maltatal hineinreichte und mit dem Millstätter See in Verbindung stand. An den Enden des Sees standen die Burgen Löweneck, Oedenfest und Rauchenkatsch und die Bewohner der Burgen besuchten sich gegenseitig.
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Christophorus-Wandbilder in und um Gmünd
von Margarethe Miklautz
Stadtnachrichten Gmünd: Dezember 2012
Der heilige Riese und seine ursprüngliche Bedeutung
Kärnten ist unter den Alpenländern das an mittelalterlichen Christophorus-Darstellungen reichste Land. Auf Kärntner Boden treffen wir auf über zweihundert, zumindest noch in Fragmenten erhaltene Christophorus-Wandbilder. Diese hohe Zahl ist wohl nicht zuletzt auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Mehrzahl der Kärntner Kirchen, im Gegensatz zu den nördlichen und westlichen Regionen der Alpen, in der Zeit des Barocks zumeist nicht aufwändig umgestaltet wurden. Umfangreiche Recherchen im Rahmen meiner Diplomarbeit und eine präzise Fotodokumentation aller, auch der jüngst freigelegten Christophorus-Wandbilder Kärntens, erlauben fundierte Datierungsansätze, angestellt im Kontext zu Christophorus-Darstellungen in den umliegenden Alpenländern.
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Erinnerungen an Herbert Wagner
von Anton Fritz
Ein Nachruf aus Dezember 2009 – mit einigen Änderungen in der Bebilderung
Vieles ging mir durch den Kopf, als mich die Todesnachricht meines historischen Lehrmeisters erreichte. Der letzte mit ihm verbrachte Vormittag in Platz – beim höchstgelegenen Bauern Gmünds, wie er immer sagte – und der Abschied mittags vor seiner Haustüre, als er mich „zum Kochen“ nach Hause schickte – bis Donnerstag um 9 Uhr, zum Frühstück, mit dem unser Arbeitstag immer begann.
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Vor 30 Jahren
Sammlung Herbert Wagner
Vor 30 Jahren
von Herbert Wagner (✝ 2009) und Anton Fritz
2025: VOR FÜNFZIG JAHREN
Stadtnachrichten Oktober 2005
1975 war in der Geschichte des Lieser- und Maltatales sicherlich eines der ereignisreichsten Jahre! Die Arbeiten zum Bau der Kölnbreinsperre mit der Kraftwerksgruppe Malta und der Tauernautobahn (A10) waren zu dieser Zeit schon voll im Gange. Diese Jahrhundertbauwerke brachten nachhaltige Veränderungen im Landschaftsbild unserer beiden Täler. Über 3000 Arbeiter aus allen Sparten erbrachten unter mancherlei Gefahren und oft unter sehr schwierigen Umständen erstaunliche Leistungen! Sie schufen Wunderwerke der Technik, die auch unsere heutige Wirtschaft nachhaltig beleben!
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